Die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle

Argentina Travel Posted on 14. August 2013

Die Iguazú-Wasserfälle liegen am Treffpunkt dreier südamerikanischer Länder: Brasilien, Argentinien und Paraguay. Die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien verläuft mitten durch das Wasserfallgebiet — für eine vollständige Tour zu den Iguazú-Wasserfällen ist es daher empfehlenswert, beide Länder zu besuchen, die jeweils einen eigenen Nationalpark für dieses Naturwunder der Welt eingerichtet haben.



1. Unterschiede zwischen der argentinischen und der brasilianischen Seite

Es heißt allgemein: Die Wasserfälle gehören Argentinien, aber der Ausblick gehört Brasilien. Das trifft es sehr gut — denn die brasilianische Seite bietet einen (im Vergleich zu den zahlreichen Rundwegen auf der argentinischen Seite eher kurzen) Laufsteg, der den gesamten Wasserfall überblickt und einen atemberaubenden Panoramablick bietet.

Nur auf der brasilianischen Seite gibt es außerdem Hubschrauberflüge über die Wasserfälle. Neben dem Abschluss der Tour bietet die brasilianische Seite noch vieles mehr: einen der größten Staudämme der Welt, die Attraktionen einer großen Stadt, einen Vogelpark, ein erstklassiges Dinner-Konzert-Restaurant und vieles mehr.

Brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle



2. Der Hauptgrund, die brasilianische Seite zu besuchen

Der Hauptgrund für einen Besuch der brasilianischen Seite ist der einmalige Panoramablick auf die gesamten Iguazú-Wasserfälle. Am schönsten ist dieser Ausblick am Morgen, wenn die Sonne von der brasilianischen Seite aufgeht und die Wasserfälle in Licht taucht. Der Park öffnet um 9 Uhr — aber noch früher dort zu sein lohnt sich.

Später am Tag empfiehlt sich ein Hubschrauberflug: Der Blick aus der Vogelperspektive auf den aufsteigenden Dunst über der Garganta del Diablo und die gewaltige Kraft und Breite der Wasserfälle ist jeden Centavo wert.

3. Was gibt es sonst noch auf der brasilianischen Seite?

Eine Tour auf der brasilianischen Seite lässt sich problemlos in einem halben Tag abschließen — nutzen Sie die übrige Zeit, um weitere Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden.

Direkt neben dem Nationalpark liegt der private Zoo Parque das Aves. Hier findet man alles, was man auf der Missiones-Seite vielleicht verpasst hat: Tukane, Flamingos, Papageien, Kaimane und Leguane warten in beeindruckender Vielfalt.

Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich der 8 Kilometer breite Itaipu-Staudamm, der zu den Sieben Weltwundern der modernen Technik gewählt wurde. Die Zahlen dieses gigantischen Projekts sind schwindelerregend: Der Staudamm produziert 25 % des brasilianischen Stroms — und beeindruckende 78 % des paraguayischen.

Am Abend empfiehlt sich ein Besuch im Rafain Grill Place, einer großen Veranstaltungsstätte mit allen berühmten Gerichten der Region, einem Dessertbuffet und einer Show mit Künstlern von internationalem Rang.

Iguazu-falls-boat


4. Wo sollte man übernachten?

Eine Übernachtung auf der brasilianischen Seite ist ebenfalls bequem und unkompliziert — allerdings ist die Stadt Foz do Iguaçu deutlich größer als Puerto Iguazú auf der argentinischen Seite.

Je nach persönlichen Vorlieben lässt sich die passende Option wählen — beide Städte sind auf ihre eigene Art außergewöhnlich und bieten unterschiedliche Aktivitäten, die begeistern werden.

5. Brauche ich ein Visum für Brasilien?

Mehrere Nationalitäten benötigen ein Visum für die Einreise nach Brasilien — darunter Staatsangehörige der USA, Kanadas und Australiens. Unbedingt vor der Reise nach Südamerika die notwendigen Dokumente über eine brasilianische Botschaft oder ein Konsulat besorgen.


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